SP_Data Lexikon
Dieses Lexikon bietet Ihnen gebündeltes Wissen zu zentralen Themen der Entgeltabrechnung, Sozialversicherung, Steuern und angrenzenden Bereichen. Es dient als praxisnahe Nachschlagehilfe für den Arbeitsalltag und unterstützt Sie dabei, komplexe Sachverhalte schnell und zuverlässig einzuordnen.
Um stets aktuelle und rechtssichere Informationen bereitzustellen, wird das Lexikon kontinuierlich überprüft, aktualisiert und erweitert.
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Schwerbehinderungsmeldung mittels IW-Elan-MeldeverfahrenWarum muss mein Unternehmen das melden? Jedes Unternehmen in Deutschland mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen pro Jahr ist gesetzlich verpflichtet, auf wenigstens 5 Prozent dieser Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen (§ 154 SGB IX). Die jährliche Meldung an die Agentur für Arbeit – die sogenannte Schwerbehindertenanzeige– dient dazu, nachzuweisen, dass Sie dieser Beschäftigungspflicht nachkommen. Wenn die Quote nicht erfüllt wird, muss das Unternehmen eine Ausgleichsabgabe zahlen, die zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben verwendet wird. Die Erstellung dieser Auswertung ist wichtig und gesetzlich vorgeschrieben, war aber lange Zeit mit viel manuellem Aufwand verbunden. Was ist IW-ELAN? IW-ELAN (entwickelt im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit) ist eine kostenlose Software, die Arbeitgeber bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe und der Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Schwerbehindertenanzeige unterstützt. Es ermöglicht die elektronische Abgabe der Meldung. Hier kommt die clevere Lösung ins Spiel: Das IW-ELAN-Modul in der SP_Data Personalabrechnung (PA). Es macht Schluss mit der lästigen Dateneingabe per Hand! Was ist die IW-ELAN-Meldung? (Kurz erklärt) Die Schnittstelle in Ihrer SP_Data PA sorgt dafür, dass die richtigen Daten direkt aus Ihrer Personalabrechnung an IW-ELAN übermittelt werden. Dazu gehören:
Da die Daten direkt aus Ihrem PA-System stammen, entfällt die manuelle Erfassung komplett. Ihre 7 Vorteile auf einen Blick: Mit dem IW-ELAN-Modul Das Modul ist wie ein Turbogang für Ihren Meldeprozess. Es spart Ihnen Zeit, senkt das Fehlerrisiko und sorgt für volle Transparenz:
Der Nachteil ohne das Modul (Die manuelle Alternative) Wenn Sie das Modul nicht nutzen, bleibt Ihnen der aufwendigere, manuelle Weg:
Stammdatenpflege für die IW-ELAN-Meldung 1. WAS wird gemeldet und WAS ist das Ziel?
Die Stammdaten von Mitarbeitern mit einer hinterlegten Behinderung. Die Daten werden für die jährliche Schwerbehindertenanzeige an die Agentur für Arbeit verwendet.
Fehlerhafte Eingaben werden von der IW-ELAN-Software grundsätzlich abgewiesen. Das bedeutet: Sie werden nicht konvertiert, nicht übernommen und folglich nicht gemeldet. Wichtige Beruhigung: Es gibt keinen Verlust von richtigen, fehlerfreien Daten.
Nach der Datenkonvertierung müssen alle nicht übernommenen, fehlerhaften oder unvollständigen Stammdaten der betroffenen Mitarbeiter überprüft und gepflegt werden. 2. WARUM ist die Meldung notwendig und WARUM muss ich die Daten pflegen?
Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet (§ 154 SGB IX), eine Quote von 5 Prozent Schwerbehinderten zu erfüllen (Beschäftigungspflicht). Die Meldung dient als Nachweis hierfür. Bei Nichterfüllung fällt eine Ausgleichsabgabe an.
Nur korrekte Daten führen zu einer erfolgreichen, automatisierten Übermittlung an IW-ELAN. Außerdem ist der Prozentsatz der Behinderung für die Berechnung des Zusatz-Urlaubs relevant. 3. WER führt die Pflege durch und WIE wird die Meldung vorbereitet?
Mitarbeiter, bei denen Daten zur Behinderung in den Stammdaten hinterlegt sind.
Die Datenpflege erfolgt im Mitarbeiter-Stammdaten-Menü unter Vorgaben/Arbeitsagentur.
4. WIE kontrolliere und erstelle ich die Meldung?
Nutzen Sie die Mitarbeiter Abfrage: Einzelauswertung SB. Hiermit können Sie pro Monat abfragen, wie Ihre Mitarbeiter für die Schwerbehindertenabgabe bewertet und gezählt werden. Basierend darauf können Sie gezielt die Stammdaten anpassen.
Der Speicherort für die IW-ELAN-Dateien kann im Meldecenter unter Einstellungen angepasst werden. Hier wählen Sie einen vorhandenen oder vorher erstellten Ordner aus.
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Spezialwissen Baulohn und KünstlersozialkasseIm Dschungel der Lohnabrechnung gibt es einige Bereiche, die besondere Sorgfalt erfordern. Einer davon ist das Register ZVK (Zusatzversorgungskasse). Es ist zentral für Arbeitgeber im Baugewerbe (Baulohn) und für alle, die spezielle Zusatzversorgungswerke wie die Künstlersozialkasse (KSK) nutzen. Was ist das ZVK-Register? Das ZVK-Register ist ein spezieller Einstellungsbereich in Ihrer Lohnsoftware, der festlegt, wie eine Lohnart in die Berechnung und Meldung von Zusatzversorgungsbeiträgen einfließt.
1.ZVK-Beitragspflicht: Das richtige Brutto finden Was wird gesteuert? Zuerst legen Sie über das ZVK-Kennzeichen fest, ob der Betrag einer Lohnart überhaupt zum ZVK-Bruttolohn zählt. Auf Basis dieses Bruttolohns werden die ZVK-Beiträge berechnet. Spezialfall: Krankheit und Fortzahlung Dies ist die wichtigste Einstellung: Sie regelt, was passiert, wenn der Mitarbeiter krank wird und der Arbeitgeber keinen Lohn mehr zahlt (Krankengeldbezug).
Der Unterschied: Geht es um Urlaub, wird der Anspruch fast immer fortgeführt (MIT Anspruch), da Urlaub ein bezahlter Anspruch ist, der die Rentenbasis nicht mindern darf. Bei langer Krankheit hängt die Fortzahlung von den genauen Regeln der ZVK ab.
2. Baulohn und Stundenerfassung (URMEL und DASKWI) Im Baugewerbe müssen Stunden nicht nur bezahlt, sondern auch für Urlaubs- und andere Ansprüche gemeldet werden. Hierfür sind die Einstellungen "ZVK gezahlte Stunden" und "ZVK geleistete Stunden" essenziell. Was sind URMEL und DASKWI? Dies sind die standardisierten elektronischen Dateiformate:
Die Lohnart-Einstellungen bestimmen, welche Stunden in diesen URMEL-Satz einfließen. Wie wird gesteuert? (Der Haken-Test) Die korrekte Zuordnung sichert, dass die ZVK die richtigen Grundlagen für die Berechnung der Arbeitnehmeransprüche erhält.
Fallbeispiel: Urlaub im Baulohn Ein Mitarbeiter hat 160 Sollarbeitsstunden im Monat, davon 140 Stunden gearbeitet und 20 Stunden Urlaub genommen.
Fazit: Ohne ZVK-Register keine korrekte Meldung Das ZVK-Register ist nicht optional, sondern eine Pflicht für die betroffenen Branchen. Eine korrekte Einstellung der Lohnarten im ZVK-Register garantiert:
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Stapelverarbeitung - DetailsWillkommen zurück in der Welt der SP_Data Stapelverarbeitung! Im ersten Teil haben wir die Grundlagen geklärt. Jetzt schauen wir uns an, wie Sie diesen automatisierten Dienst steuern, welche Aufträge er erledigen kann und wie Sie die Arbeit optimal planen. Die W-Fragen: Steuerung und Aufträge Was ist die Auftragsübersicht? Die Auftragsübersicht ist das "Cockpit" und die zentrale Schaltstelle für Ihren Stapelserver. Hier sehen Sie, welche Aufgaben gerade anstehen, welche laufen und welche vielleicht einen Fehler gemeldet haben. Sie finden diese Ansicht über das Hauptmenü: System -> Stapelserver -> Aufträge Stapelverarbeitung.
Wie steuere ich einen Auftrag im Detail? (Funktionen) Über einen Rechtsklick auf einen Auftrag (oder die Schaltfläche "weitere Funktionen") öffnen Sie das erweiterte Menü für die Feinsteuerung:
Welche Aufgaben kann der Stapelserver erledigen? (Auftragsarten) Der Dienst kann eine Vielzahl von Routineprozessen selbstständig abwickeln. Hier die wichtigsten Auftragsarten, die Ihnen viel manuelle Arbeit abnehmen:
Die Planung: Einstellungen und Parallelität Wie kann ich Aufträge optimal planen? (Auftragserstellung) Beim Erstellen eines Auftrags haben Sie wichtige Optionen: 1. Mandanten-Auswahl: Sie können eine Aktion über mehrere Mandanten hinweg definieren.
2. Zeitsteuerung: Sie entscheiden, wann der Auftrag laufen soll:
Wieso ist das Aufteilen von Aufträgen wichtig? (Server-Einstellungen) In den "Einstellungen Stapelserver" finden Sie Optionen, die das Verhalten des gesamten Dienstes optimieren:
Wer profitiert von parallelen Prozessen? (Technische Tipps) Die Stapelverarbeitung kann mehrere Personalabrechnungsprozesse gleichzeitig starten (parallele Prozesse), um Aufgaben wie die Abrechnung zu beschleunigen.
Wie kann ich Fehler schnell finden? (Testprogramm) Für die Fehlersuche gibt es das Programm StapelServiceTest.exe im Installationsordner.
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Stellenplan und KostenhochrechnungIm Geschäftsleben ist Planung alles. Besonders, wenn es um das Personal und die damit verbundenen Kosten geht. Begriffe wie "Stellenplan" und "Kostenhochrechnung" klingen oft kompliziert, sind aber in Wirklichkeit nur Werkzeuge, um das Morgen besser zu verstehen. Was & Worum geht es? (Die Grundlagen) Die Kostenhochrechnung und der Stellenplan sind zentrale Instrumente im Personalmanagement und Controlling.
Kurz gesagt: Der Stellenplan liefert die Struktur (Wo fallen Kosten an?), die Kostenhochrechnung liefert die Zahlen (Wie hoch sind die Kosten?). Wer nutzt das System? Die Funktionen stehen in der Regel nur speziell berechtigten Benutzern zur Verfügung22222222. Dies sind meist Mitarbeiter aus den Bereichen:
Diese Personen benötigen die Informationen, um strategische Entscheidungen über Budgets und Personalressourcen zu treffen. Wieso, Weshalb, Warum? (Die Ziele) Der Hauptzweck dieser Tools ist es, Planungssicherheit und Transparenz zu schaffen.
Wie genau werden die Funktionen ausgeführt? (Der detaillierte Ablauf) Der gesamte Prozess gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Die Strukturerstellung (Stellenplan) und die Berechnung (Kostenhochrechnung). 1. Ausführung des Stellenplans (Die Struktur schaffen) Der Stellenplan wird über ein Organigramm im System verwaltet. Die Ausführung besteht darin, die Hierarchie und die Positionen festzulegen:
2. Ausführung der Kostenhochrechnung (Das Szenario berechnen) Die eigentliche Hochrechnung läuft in sogenannten "Vorgängen" ab, die als Szenarien dienen. Schritt A: Den Vorgang (das Szenario) definieren Der Benutzer startet, indem er einen neuen Vorgang anlegt. Dabei werden die Rahmenbedingungen festgelegt:
Schritt B: Die Basisdaten ermitteln Das System führt nun automatisch die Ermittlung der sogenannten Basiswerte durch:
Schritt C: Annahmen (Parameter) festlegen und anwenden Der Benutzer definiert nun die gewünschten Änderungen für dieses Szenario. Die Hochrechnungsannahmen werden vom System Monat für Monat im gewählten Zeitraum angewendet:
Schritt D: Ergebnisse darstellen Nach dem Rechenlauf können die Ergebnisse analysiert werden:
Durch diese detaillierte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass das Unternehmen präzise und zukunftsgerichtete Entscheidungen über seine wertvollste Ressource, die Mitarbeiter, treffen kann.
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