SP_Data Lexikon
Dieses Lexikon bietet Ihnen gebündeltes Wissen zu zentralen Themen der Entgeltabrechnung, Sozialversicherung, Steuern und angrenzenden Bereichen. Es dient als praxisnahe Nachschlagehilfe für den Arbeitsalltag und unterstützt Sie dabei, komplexe Sachverhalte schnell und zuverlässig einzuordnen.
Um stets aktuelle und rechtssichere Informationen bereitzustellen, wird das Lexikon kontinuierlich überprüft, aktualisiert und erweitert.
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Krankengeldzuschuss im öffentlichen DienstIm öffentlichen Dienst gelten besondere Regeln, wenn Mitarbeiter länger als sechs Wochen krank sind. Anstatt sofort nur das gesetzliche Krankengeld zu beziehen, greift hier oft der Krankengeldzuschuss (KG-Zuschuss). Dieses Modul in der SP_Data Personalabrechnung (PA) sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter die Differenz zwischen ihrem entgangenen Nettoentgelt und dem Krankengeld erhalten. Wir erklären Ihnen die Hintergründe und die notwendige Einrichtung. Die W-Fragen zum Krankengeldzuschuss Was ist der Krankengeldzuschuss? Der Krankengeldzuschuss ist eine tarifvertragliche Leistung im öffentlichen Dienst, die die Lücke zwischen dem gesetzlichen Krankengeld (ausgezahlt von der Krankenkasse) und dem durchschnittlichen Nettoentgelt des Mitarbeiters schließt. Ziel ist es, den Mitarbeiter finanziell abzusichern. Der Zuschuss wird so lange gezahlt, wie es der jeweilige Tarifvertrag (z.B. TVöD) vorsieht, meist abhängig von der Beschäftigungszeit. Wer erhält den Zuschuss und wer berechnet ihn?
WICHTIG: Ohne die eingelesenen EEL-Rückmeldungen (die den Betrag des tatsächlich gezahlten Krankengeldes pro Tag enthalten), kann die Differenz nicht korrekt berechnet werden! Die PA prüft dann nicht, ob der Zuschuss zu hoch ist. Wieso, weshalb, warum ist die Einrichtung so komplex? (Schattenabrechnung) Die Berechnung ist komplex, weil die PA ermitteln muss, wie hoch das Nettoentgelt des Mitarbeiters gewesen wäre, wenn er nicht krank geworden, sondern im Urlaub gewesen wäre. Dafür führt die PA eine sogenannte Schattenabrechnung durch. Sie vergleicht dann dieses fiktive Netto mit dem tatsächlichen Krankengeld.
Wie richte ich den Krankengeldzuschuss einmalig ein? Für die korrekte Berechnung müssen Sie Einstellungen im Tarifwerk, den Lohnarten und den Fehlzeiten vornehmen. 1. Tarifwerk (Die Basis) Im Tarifwerk legen Sie die allgemeingültigen Regeln fest:
2. Lohnart (Die Berechnungsgrundlage) Legen Sie eine neue Lohnart "Krankengeldzuschuss" an und konfigurieren Sie diese:
3. Fehlzeiten (Die Steuerung der Automatik) Damit das Programm weiß, wann der Zuschuss fällig wird, müssen alle relevanten Fehlzeiten markiert werden:
Die Automatisierung: Fehler vermeiden und Komfort gewinnen Volle vs. Teilmonate Beachten Sie die unterschiedliche Berechnung:
Der Mitarbeiterstamm Die einmalige Einrichtung im Tarifwerk gilt für alle Mitarbeiter des Tarifwerks. Sie können jedoch für einzelne Mitarbeiter die Methode Krankengeldzuschuss (Netto oder Brutto) individuell übersteuern. Feste Lohnart für lange Fälle Ist absehbar, dass der Krankengeldbezug länger dauert, tragen Sie die Lohnart "Krankengeldzuschuss" einmalig als feste Lohnart ein. Der Vorteil: Sie müssen den Bezugsmonat (erster Ereignistag) nur einmal setzen, anstatt dies jeden Monat neu zu tun.
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Krankenkasse - DSAK-MeldeverfahrenDie Kommunikation mit den Krankenkassen wird immer digitaler – besonders, wenn es um die Einrichtung und Pflege des Arbeitgeberkontos geht. Das Verfahren DSAK (Datensatz Arbeitgeberkonto) stellt sicher, dass alle notwendigen Betriebsdaten schnell und elektronisch übermittelt werden. Dieser Leitfaden beantwortet die wichtigsten W-Fragen und zeigt Ihnen, wie Sie die Umsetzung in Ihrer SP_Data Personalabrechnung korrekt handhaben. Was ist das DSAK-Verfahren? Was: DSAK steht für Datensatz Arbeitgeberkonto. Es ist ein elektronisches Meldeverfahren, das es den Einzugsstellen (Krankenkassen) und Arbeitgebern ermöglicht, die für das Arbeitgeberkonto notwendigen Daten digital auszutauschen. Es ersetzt damit viele Papierprozesse.
Wieso, Weshalb, Warum ist das DSAK-Verfahren wichtig? Wieso/Weshalb/Warum: Die Digitalisierung dieses Prozesses ist gesetzlich vorgeschrieben (7. SGB IV-Änderungsgesetz) und sorgt für Effizienz und Rechtssicherheit:
Wer muss aktiv werden?
Wie wird das DSAK in SP_Data umgesetzt? Die korrekte Umsetzung in SP_Data basiert auf zwei Hauptprozessen: der Identifizierung des führenden Betriebs und der Erstellung von DSAK-Meldungen. 1. Führenden Betrieb festlegen (bei Mehrfachnutzung der Betriebsnummer) Wie (Vorbereitung): Wenn Sie mehrere Betriebsstätten in Ihrem Mandanten mit der identischen Betriebsnummer haben, muss das System wissen, welcher Betrieb für die Meldungen verantwortlich ist.
2. DSAK-Meldungen auslösen Wie (Meldungen): DSAK-Meldungen werden auf zwei Arten ausgelöst:
Wichtige Hinweise für SP_Data:
Nächster Schritt für Sie Stellen Sie sicher, dass in Ihrer SP_Data-Umgebung alle mehrfach verwendeten Betriebsnummern einen "führenden Betrieb" zugewiesen bekommen haben, um die korrekte Auslösung von DSAK-Meldungen zu gewährleisten. hier ist die Übersicht über die wichtigsten Felder in den Betriebsstammdaten (und anderen relevanten Stellen), deren Änderung eine proaktive DSAK-Meldung (Datensatz Arbeitgeberkonto, Abgabegrund 02) in SP_Data auslöst. Diese Änderungen sind melderelevant und müssen den Krankenkassen elektronisch mitgeteilt werden. Übersicht: Melderelevante Felder für DSAK (Grund 02)
Wichtige Zusatzinformationen:
Diese Übersicht sollte Ihnen helfen, bei der Pflege der Stammdaten in SP_Data genau zu erkennen, welche Anpassungen sofort eine elektronische Meldung an die Krankenkassen erfordern.
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